Kobra in Herne entwischt

Diskussionen zur Haltung von Giftschlangen.

Moderator: Forenteam

Antworten
Benutzeravatar
Matthias
Administrator
Beiträge: 2612
Registriert: So Apr 06, 2008 11:16

Re: Kobra in Herne entwischt

Beitrag von Matthias » Do Aug 29, 2019 14:31

Hallo,
Draco_Shelby_Korni hat geschrieben:
Do Aug 29, 2019 13:08
Ich sehe es nur nicht ein, wenn Giftschlangenbesitzer ihre Tiere entwischen lassen und es, wie nun in Herne, zu wahnsinnig teuren Einsätzen kommt, und die Kosten dafür auf alle Steuerzahler abgewälzt werden, da bei dem besagten Halter nichts zu holen ist. Ich will nicht für andere Leute Hobbies zahlen.
Wenn es sein Tier war, dann wird er die Kosten anteilig übernehmen müssen. Das war in Mühlheim damals genau so. Das hängt davon ab, ob es Fahrlässigkeit oder ein Unfall war.

Auch hier muss man den Ball flach halten, denn genau so wie in diesem Fall ein Teil von den Steuergeldern bezahlt wird, ist es auch bei anderen Einsätzen mit Tieren. Wenn Omas Kätzchen mit der Drehleiter vom Baum geholt werden oder ein Hund, der beim Spazieren gehen in einen Schacht gefallen und gerettet werden muss, dann zahlt das auch (anteilig) der Steuerzahler. Es ist jetzt der zweite bekannte Fall, wo so eine Giftschlange Kosten verursacht hat. Statistisch gesehen also - meiner Meinung nach - erstmal kein Grund da ein Fass auf zu machen.
Gruß
Matthias

Spielverderber
Mitglied
Beiträge: 1998
Registriert: Sa Okt 12, 2013 18:20

Re: Kobra in Herne entwischt

Beitrag von Spielverderber » Do Aug 29, 2019 14:32

Vale_Hugo hat geschrieben:
Do Aug 29, 2019 10:37
Da es scheinbar immer noch Leute gibt die eben keinen separaten (abschließbaren) Raum nutzen. Dann könnten solche Sachen eben auch nicht passieren
Ich fände es schon schön, würden sich die Nicht-Giftschlangenhalter etwas zurücknehmen. Gedanken sind frei, wirken aber auf erfahrenere Leute evtl. hier und da arg weltfremd. Auch ich nutze keine seperaten Räume nur für Giftschlangen. Wird selbst trotz strenger Gefahrtierverordnung in meinem Bundesland nicht gefordert. Warum auch? Meine Gefahrtiere leben doch bereits in seperaten, abschliessbaren Räumlichkeiten, nämlich ihren Terrarien. Überlege mal wo das potentiell größte und pauschal einzige Problem liegt. Sicherheitsmaßnahmen können nur so gut sein wie die Person, die sie anwendet. Also doch, "solche Sachen" können auch dann passieren, wenn die Räumlichkeiten entsprechend des Merkblattes 1 der DGHT vom 2004 gestaltet wurden. Ich weiß, gerade die 20cm hohe Schwelle vor der Tür sollte eigentlich eine für Giftschlangen unüberwindbare Hürde sein, die absolute Sicherheit verspricht, aber nun gut... :lol:

Draco_Shelby_Korni
Mitglied
Beiträge: 19
Registriert: Di Aug 27, 2019 12:48

Re: Kobra in Herne entwischt

Beitrag von Draco_Shelby_Korni » Do Aug 29, 2019 14:45

Matthias hat geschrieben:
Do Aug 29, 2019 14:31
Hallo,
Draco_Shelby_Korni hat geschrieben:
Do Aug 29, 2019 13:08
Ich sehe es nur nicht ein, wenn Giftschlangenbesitzer ihre Tiere entwischen lassen und es, wie nun in Herne, zu wahnsinnig teuren Einsätzen kommt, und die Kosten dafür auf alle Steuerzahler abgewälzt werden, da bei dem besagten Halter nichts zu holen ist. Ich will nicht für andere Leute Hobbies zahlen.
Wenn es sein Tier war, dann wird er die Kosten anteilig übernehmen müssen. Das war in Mühlheim damals genau so. Das hängt davon ab, ob es Fahrlässigkeit oder ein Unfall war.

Auch hier muss man den Ball flach halten, denn genau so wie in diesem Fall ein Teil von den Steuergeldern bezahlt wird, ist es auch bei anderen Einsätzen mit Tieren. Wenn Omas Kätzchen mit der Drehleiter vom Baum geholt werden oder ein Hund, der beim Spazieren gehen in einen Schacht gefallen und gerettet werden muss, dann zahlt das auch (anteilig) der Steuerzahler. Es ist jetzt der zweite bekannte Fall, wo so eine Giftschlange Kosten verursacht hat. Statistisch gesehen also - meiner Meinung nach - erstmal kein Grund da ein Fass auf zu machen.
Ich bin generell dafür, dass die Person, die einen Schaden verursacht, da auch möglichst komplett für aufkommt. Also bei dem Giftschlangenausbruch, bei deinen Beispielen mit den Katzen- und Hunderettungen auch, sowie auch wenn z. B. ein Kettenraucher das Bein abgenommen werden muss.

Du hast allerdings Recht, es ist nicht oft der Fall, dass eine Giftschlange solche Kosten verursacht. Da gibt es noch ganz andere Kostenverursacher. Aber das Fass ist in diesem Fall bereits auf gemacht, dank den Medien. Ob wir wollen oder nicht.

Benutzeravatar
Seriva Senkalora
Mitglied
Beiträge: 4457
Registriert: Di Mär 20, 2007 19:54
Kontaktdaten:

Re: Kobra in Herne entwischt

Beitrag von Seriva Senkalora » Do Aug 29, 2019 15:21

western-diamondback hat geschrieben:
Do Aug 29, 2019 13:30
Und davon mal ab. Aus eigener guter Erfahrung weiß ich das euch kornnatterkuschlern etc mehr Tiere abhanden kommen wie irgendwelchen giftschlangenhaltern
Dass die Giftschlangenszene sich - wie hier und ab Matthias Aussage zu sehen - häufig für was Besseres hält, tut einem gemeinsamen Ziel von Gifttier- und Nicht-Gifttierhaltern übrigens nichts Gutes.

Dann ist nicht viel Solidarität zu erwarten.

Nur mal so, weil es mir hier gerade wirklich stark auffällt.

Ich kenne einige Gifftier-Halter, für die es mir persönlich leidtäte, wenn sie ihre gewissenhaft gepflegten Vipern, Kobras und dergleichen abgeben müssten. Ihr zwei gehört nicht dazu.

Leben und leben lassen!
Idioten gibt es überall.

~
Seriva

PS: Eine entkommene Kornnatter ist auch nicht in Ordnung und das darf ebenfalls nicht passieren, absolur richtig. Nur sind diese Tiere maximal für passende Beutetiere tödlich. Panik bei Nachbarn erzeugen die jedoch auch, nur der Aufwand für den Fang wäre bei weitem geringer. Es besteht halt keine Lebensgefahr.
Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben.
(Konfuzius)

Bild

Rbn
Mitglied
Beiträge: 161
Registriert: Mo Aug 28, 2017 22:03

Re: Kobra in Herne entwischt

Beitrag von Rbn » Do Aug 29, 2019 15:24

Seriva Senkalora hat geschrieben:
Do Aug 29, 2019 15:21
Ihr zwei gehört nicht dazu.

Leben und leben lassen!
Die Ironie merkst du selbst oder?

AbbieAmstaff
Mitglied
Beiträge: 1
Registriert: Fr Aug 30, 2019 12:39

Re: Kobra in Herne entwischt

Beitrag von AbbieAmstaff » Fr Aug 30, 2019 13:56

Woher wissen die eigentlich, dass es sich um eine Kobra handelt?

Das Foto der Zeugin zeigt zwar eine Schlange, aber woraus wird geschlossen, dass es explizit eine Kobra ist? (Sieht aus wie Albino/Leuzist. Würde das die Presse nicht explizit erwähnen, wenn das Tier ne Farbmorphe ist?)
Das Natternhemd wurde erst später gefunden, nachdem schon von ner Kobra die Rede war...

Alles etwas seltsam :roll:

Don Pedro
Mitglied
Beiträge: 1458
Registriert: Do Feb 15, 2007 12:05
Wohnort: Patergassen

Re: Kobra in Herne entwischt

Beitrag von Don Pedro » Fr Aug 30, 2019 17:31

Angeblich gesichtet, aber noch nicht eingefangen. Ein Experte ist unterwegs.

Rbn
Mitglied
Beiträge: 161
Registriert: Mo Aug 28, 2017 22:03

Re: Kobra in Herne entwischt

Beitrag von Rbn » Fr Aug 30, 2019 18:37

Schlange wurde gefangen.

Rbn
Mitglied
Beiträge: 161
Registriert: Mo Aug 28, 2017 22:03

Re: Kobra in Herne entwischt

Beitrag von Rbn » Fr Aug 30, 2019 20:03

Hier wurde ein Video von der Fangaktion veröffentlicht: https://www.derwesten.de/staedte/bochum ... 88945.html

Njoerchie
Mitglied
Beiträge: 351
Registriert: So Jan 03, 2016 16:00

Re: Kobra in Herne entwischt

Beitrag von Njoerchie » Mo Sep 02, 2019 17:48

Spielverderber hat geschrieben:
Do Aug 29, 2019 14:32
Ich fände es schon schön, würden sich die Nicht-Giftschlangenhalter etwas zurücknehmen. Gedanken sind frei, wirken aber auf erfahrenere Leute evtl. hier und da arg weltfremd. Auch ich nutze keine seperaten Räume nur für Giftschlangen. Wird selbst trotz strenger Gefahrtierverordnung in meinem Bundesland nicht gefordert. Warum auch? Meine Gefahrtiere leben doch bereits in seperaten, abschliessbaren Räumlichkeiten, nämlich ihren Terrarien. Überlege mal wo das potentiell größte und pauschal einzige Problem liegt. Sicherheitsmaßnahmen können nur so gut sein wie die Person, die sie anwendet...
Nein, warum sollten wir?
Mag sein, dass wir weltfremd wirken.
Wenn schon kein eigener Giftraum, dann Terrarien aus bruchsicherem Sicherheitsglas.
Die gibt es. Ich denke, zumindest für die wirklich gefährlichen Arten wäre das nicht zuviel verlangt.
Standardterras gehen nun einmal z.T. doch recht schnell zu Bruch - und dann hat man den Salat.

Alle Ausbruchsmöglichkeiten in den Räumlichkeiten abzudichten gehört für mich ebenso dazu.
Einbruchsschutz, etc.

Wieso soll das weltfremd sein?

In Mehrfamilienhäusern gehört für mich dazu, auch die direkten Nachbarn im gleichen Haus zu informieren bzw. vorher zu fragen.bevor man sich solche Tiere anschafft.
In Mietwohnungen den Vermieter um Erlaubnis fragen (schriftlich!), etc.

Haftpflicht als MUSS, SKN-Pflicht einheitlich für ganz Deutschland, etc.

Antworten