„Vergemeinschaftung“ von Nattern

Hier geht es um die Haltung von Nattern.

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flo92
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Re: „Vergemeinschaftung“ von Nattern

Beitrag von flo92 » Fr Aug 02, 2019 0:15

Hallo,

danke, ja das wäre super. So lange wie ich schon nach geeigneten Pflanzen gesucht habe. Die, die ich bis jetzt gefunden haben sind entweder zu klein für mein Terrarium, also halten nicht genug aus und ich bring sie nicht schnell genug groß genug oder sie passen nicht in das Klima. Ich denke aber das ich dafür ein eigenes Thema aufmache es ist ja doch etwas mehr und für dem Themenstarter ist das ja auch kaum hilfreich.

Gruß
Flo

Chaot
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Re: „Vergemeinschaftung“ von Nattern

Beitrag von Chaot » Di Aug 06, 2019 11:36

Chaot hat geschrieben:
Do Aug 01, 2019 8:38
Schlange erstmal: https://www.amazon.de/gp/product/386659 ... UTF8&psc=1
Auf die Frage von snaky1 welche Bücher ich mir bestellt habe, habe ich u.a. das obige angeführt.

Nach dem Lesen heute muss ich sagen, dass ich echt enttäuscht bin und das passiert mir bei Büchern selten. Hauptsächlich über den Informationsgehalt des Buches. Vieles von dem was ich dort gelesen habe, konnte ich mir in den letzten beiden Wochen auch im Internet und hier im Forum als Info zusammensammeln. Und da es sich speziell um ein Buch zu Elaphe dione handelt hätte ich mir schon präzisiere Informationen zu dieser Schlangenart erwartet.

Ein Beispiel zum Kapitel Ernährung: Erwartet hätte ich mir Angaben in welchem Alter ein Tier ungefähr welchen Anspruch hat, ob als Tabelle oder als Fließtext wäre egal, Stückzahl mit Gewicht wäre noch hilfreich. Neben Infos welche Mäuse Steppennattern überhaupt gerne Essen und Vor-/Nachteil zu Eintagsküken, Fütterung mit Pinzette, Haltung von Mäusen, etc. ist auf den fünf Seiten zum Thema für mich folgendes übrig geblieben: "Eine Dionennatter, deren Kopf etwa die Dicke einer Zeigefingerspitze hat, schafft bequem erwachsene Mäuse." Mein Senf dazu: Wenn ich mir die unterschiedlichsten Größen von Futtermäusen bei den Händlern ansehe, bin ich da nur bedingt gescheiter. Vom Bedarf des Tieres in unterschiedlichen Entwicklungsstufen ganz abgesehen. Noch ein Bonmont: Die unmittelbar vorangegangene Aussage des Autors "Viele Anfänger wählen eine falsche Größe der Futtermäuse" bleibt so im Raum stehen ohne nähere Erläuterung warum, wieso, weshalb. Ergo wird das vielen Anfängern auch weiterhin passieren... :roll:

Vielleicht liegt es ja daran, dass ich als Anfänger die Informationen nicht gut genug verstehen kann und alles ganz einleuchtend ist wenn man Erfahren ist. Aber abgesehen davon, dass ich das nicht glaube, ist die Zielgruppe so eines Buches wohl eher der Anfänger als der Experte.

Also ich kann das Buch nicht empfehlen.

Kennt jemand etwas besseres, ausführlicheres?

Edit: Anpassung wegen Typo

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Tobiaskondaschwanz
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Re: „Vergemeinschaftung“ von Nattern

Beitrag von Tobiaskondaschwanz » Di Aug 06, 2019 12:08

Zu dem besagten Buch kann ich nichts sagen, da ich es nicht gelesen habe. Auch zu der Art ist mir kein anderes bekannt.

Allerdings gibt es ein Buch speziell zu dem Thema Fütterung: https://www.amazon.de/Ern%C3%A4hrung-Sc ... way&sr=8-2

für das Geld geschenkt! (gebraucht)

Chaot
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Re: „Vergemeinschaftung“ von Nattern

Beitrag von Chaot » Di Aug 06, 2019 12:36

Stimmt, preislich ist es gebraucht fast geschenkt. Hast du das Buch selbst? Ist das für mich (Elaphe dione) hilfreich, wenn ich mir ein Bild über den Futterbedarf und die Periodizität machen will?

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Tobiaskondaschwanz
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Re: „Vergemeinschaftung“ von Nattern

Beitrag von Tobiaskondaschwanz » Di Aug 06, 2019 13:00

Hmm, ich würde sagen ja!
Die informartionen sind allesamt zu gebrauchen. Was die Futterpausen durch Hibernation angeht, so sollte das klar werden wenn du dir raussuchst (Internet, anderes Buch) wann diese stattfindet.

Ich kann das Buch eigentlich jedem empfehlen.
Habe es leider viel zu spät gekauft. Ganz zu Anfang wäre es für mich sehr hilfreich gewesen, da habe ich immer zu klein gefüttert.

Chaot
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Re: „Vergemeinschaftung“ von Nattern

Beitrag von Chaot » Di Aug 06, 2019 13:25

Tobiaskondaschwanz hat geschrieben:
Di Aug 06, 2019 13:00
Ich kann das Buch eigentlich jedem empfehlen.
Habe es leider viel zu spät gekauft. Ganz zu Anfang wäre es für mich sehr hilfreich gewesen, da habe ich immer zu klein gefüttert.
OK, danke.

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Seriva Senkalora
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Re: „Vergemeinschaftung“ von Nattern

Beitrag von Seriva Senkalora » Di Aug 06, 2019 14:13

Tobiaskondaschwanz hat geschrieben:
Di Aug 06, 2019 13:00
Ganz zu Anfang wäre es für mich sehr hilfreich gewesen, da habe ich immer zu klein gefüttert.
Was langfristig gesehen definitiv weniger schadet als dieses Powerfeeding was vielen Anfängern ständig geraten wird. Zwischen "zu wenig" und "zu viel" gibt es viele Abstufungen und am Ende kommt man ohnehin nicht drumrum sein Tier zu beobachten und daran zu erkennen ob man zu viel oder zu wenig füttert. Und auch die passende Futtertiergröße kann man so recht gut ganz ohne Buch erkennen.

Es gibt bei Tieren halt keine Normtabellen - bei Menschen ja auch nicht.
Der bei Kornnattern verbreitete "Munson Plan" ist so ein furchtbares Beispiel, warum solche einfach nicht funktionieren.

Schaden tut die Lektüre des Buches allerdings keinesfalls, es ist ganz hilfreich am Anfang. Man sollte es aber kritisch lesen - wie alles eigentlich. Mein Exemplar habe ich mittlerweile verschenkt.

LG
Seriva
Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben.
(Konfuzius)

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Tobiaskondaschwanz
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Re: „Vergemeinschaftung“ von Nattern

Beitrag von Tobiaskondaschwanz » Di Aug 06, 2019 14:40

Da gebe ich dir uneingeschränkt recht Seriva!

Ich hatte am Anfang "Angst" meine kleine Natter könnte nicht genug haben und dadurch super klein bleiben. Trotzdem habe ich immer den Rat von alten Hasen befolgt und mäßig gefüttert (damit ist die "Regelmäßigkeit" gemeint). Und das war auch gut so!

Mittlerweile gehe noch einen Schritt weiter und füttere auch meine Jungtiere nur noch alle paar Wochen.
Und siehe da, mein brongersmai wächst und wächst!

Ich mache mir da inzwischen überhaupt keinen Kopf mehr. Aber das ist wenn man am Anfang steht natürlich nicht so leicht, da ist so ein Buch denke ich ganz hilfreich.

Njoerchie
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Re: „Vergemeinschaftung“ von Nattern

Beitrag von Njoerchie » Do Aug 08, 2019 18:28

@Chaot:

Prinzipiell gilt für mich, dass die Beute maximal das zweifache des Kopfdurchmessers besitzen sollte.
Aber so groß wähle ich nicht.

Während Kornnattern z.B. problemlos adulte Mäuse gut verdauen, habe ich bei Arten wie der Dionenatter, der Leopardnatter und auch bei den Königsnattern (L. pyromelana, L. knoblochi, L. mexicana) fast immer maximal gerade behaarte Springer verfüttert.
Sie kamen damit super zurecht.

Die von mir aufgezählten Arten werden nicht so wirklich groß und dick (maximal ca. 120cm bei den Königsnattern), hier ist kleinere Beute mehr.
Dafür dann nicht so vollstopfen lassen und häufiger Nahrung anbieten. ;)

LG, Jörg

Chaot
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Re: „Vergemeinschaftung“ von Nattern

Beitrag von Chaot » Sa Aug 10, 2019 23:30

Danke euch für eure Antworten, hilft mir gut weiter.

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