was bedeutet 50%poss. het melanistic ?

Diskussionen zu sonstigen genetischen Aspekten bei der Zucht

Moderator: Forenteam

Benutzeravatar
kaiwei
Mitglied
Beiträge: 154
Registriert: Do Nov 17, 2005 21:32
Wohnort: Bochum
Kontaktdaten:

was bedeutet 50%poss. het melanistic ?

Beitrag von kaiwei » Fr Mär 23, 2007 23:26

hallo,
auf einer züchterseite werden chondro-nachzuchten angeboten, die 50% poss.het melanistic sind. es handelt sich um wamena-tiere.
da ich von genetik so ziemlich gar keine ahnung habe, wollte ich mal fragen ob mir das mal jemand verständlich erklären könnte.
mfg,
kai

Benutzeravatar
blizz
Mitglied
Beiträge: 4469
Registriert: Fr Okt 31, 2003 18:40
Wohnort: Franken

Beitrag von blizz » Fr Mär 23, 2007 23:32

50% poss. (possible) het. (heterozygot=spalterbig) bedeutet, dass das Tierchen eine 50% Chance darauf hat, die jeweilige Anlage zu vererben.
Ob es nun vererbt oder nicht, wird man aber erst bei den Nz zu sehen bekommen, wenn man mit einem Partnertier verpaart, welches diese Anlage sicher hat, oder gar homozygot=reinerbig ist.
Heterozygote Anlagen sieht man den meisten Tieren nicht an.

Die 50% Angabe kommt daher, dass laut Berechung sowohl Tiere dabei sind, die nicht heterozygot sind, als auch Tiere, die sicher heterozygot sind - aber da man es ihnen wie gesagt nicht ansieht, welches Tier diese Anlage hat und welches nicht, gibt man eine Wahrscheinlichkeit in Prozenten an.
der Weg ist das Ziel......

*Freak*
Mitglied
Beiträge: 330
Registriert: Sa Jul 29, 2006 15:55
Wohnort: Münster-Hiltrup
Kontaktdaten:

Beitrag von *Freak* » Fr Mär 23, 2007 23:34

das ist zu 50% ein Tier, das heterozygot veranlagt ist.

Benutzeravatar
kaiwei
Mitglied
Beiträge: 154
Registriert: Do Nov 17, 2005 21:32
Wohnort: Bochum
Kontaktdaten:

Beitrag von kaiwei » Sa Mär 24, 2007 19:32

hallo,
danke für die einführung in die genetik. ;-)
ist gar nich so einfach für einen laien.....
mal angenommen, ich verpaare das tierchen mit einem tier, das diese melanistische anlage nicht hat, können dann trotzdem melanistische nachzuchten darunter sein?
oder muß das partnertier unbedingt diese anlage haben?
gruß,
kai

Benutzeravatar
Jan_Tanner
Mitglied
Beiträge: 844
Registriert: Mo Feb 02, 2004 1:47
Wohnort: Düsseldorf

Beitrag von Jan_Tanner » Sa Mär 24, 2007 19:34

keine angst,... ich habe auch überhaupt keinen Plan davon :)
aber blizz erklärung ist echt gut.
Aber man kauft ja echt die Katze im Sack

Benutzeravatar
winpat
Mitglied
Beiträge: 368
Registriert: Fr Jul 29, 2005 11:21
Wohnort: Voerde
Kontaktdaten:

Beitrag von winpat » Sa Mär 24, 2007 19:40

Nein, wenn das andere Tier die Veranlagung nicht hat kommen nur normale raus.
Gruß Patrick
www.reptiles4u.de

Scotty1976
Mitglied
Beiträge: 141
Registriert: Mi Feb 04, 2004 19:11
Wohnort: Siegen

Beitrag von Scotty1976 » Sa Mär 24, 2007 19:43

Hi Kaiwei!

Das Partnertier muß auch die genetischen Voraussetzungen haben.
Sonst geht das nicht und du bekommst wenn überhaupt nur noch ein paar
hets. raus. Aber das kann man ja nicht erkennen!

Gruß
Scotty

hlehnert
Mitglied
Beiträge: 134
Registriert: Mi Sep 27, 2006 9:25

Beitrag von hlehnert » Sa Mär 24, 2007 19:54

winpat hat geschrieben:Nein, wenn das andere Tier die Veranlagung nicht hat kommen nur normale raus.
...ist das Merkmal rezessiv ?

Gruß

Harry

Benutzeravatar
Seriva Senkalora
Mitglied
Beiträge: 4457
Registriert: Di Mär 20, 2007 19:54
Kontaktdaten:

Beitrag von Seriva Senkalora » Sa Mär 24, 2007 20:47

Wenn die Tiere mit poss het verkauft werden, dann dürfte es sich um eine rezessive Mutation handeln, da man bei codominanten Mutationen ja optisch feststellen könnte ob das Tier das Merkmal trägt oder nicht. ;-)

Nat. gibt es auch dort Tiere an denen man sowas schlecht erkennen kann, aber m.W. ist die het Angabe bei codominanten Vererbungen nicht nötig. (Bsp. KöPy: Wildf., Pastell und dann der homozygote SuperPastell)

LG
Seriva
Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben.
(Konfuzius)

Bild

Pepsi
Mitglied
Beiträge: 1250
Registriert: Fr Nov 18, 2005 14:31

Beitrag von Pepsi » Sa Mär 24, 2007 21:10

zur Eingangsfrage:
kaiwei hat geschrieben:hallo,
auf einer züchterseite werden chondro-nachzuchten angeboten, die 50% poss.het melanistic sind. es handelt sich um wamena-tiere.
da ich von genetik so ziemlich gar keine ahnung habe, wollte ich mal fragen ob mir das mal jemand verständlich erklären könnte.
mfg,
kai
50% pos. het. Tiere. Sowas entsteht, wenn man ein 100% het. (da schreibt man narmalerweise nur "het" weil sich das 100% erübrigt, ich schreibs nur mal zur Verdeutlichung dazu) Tier mit einem "normalen" Tier (ohne genetische Mutation) verpaart. Dabei hat man, rein statistische, festgestellt, daß die Hälfte heterozygot die jeweilige Mutation vererbt und die Hälfte normal ist. Problematisch nur, weil die Tiere alle gleich ausschauen. Nämlich wie ganz normale wildfarbene Tiere. Also hat man eine Chance von 50/50, wenn man sich ein Baby aus einem frisch geschlüpften Gelege raussucht, daß es het. für irgendwas ist. Deshalb 50% pos. het.
kaiwei hat geschrieben:hallo,
danke für die einführung in die genetik. ;-)
ist gar nich so einfach für einen laien.....
mal angenommen, ich verpaare das tierchen mit einem tier, das diese melanistische anlage nicht hat, können dann trotzdem melanistische nachzuchten darunter sein?
oder muß das partnertier unbedingt diese anlage haben?
gruß,
kai
wenn du ein Tier raussuchst, welchen nicht het. für irgendwas ist und dieses dann mit einem verpaarst das auch nicht het. für irgendwas ist, kommen natürlich auch nur normale raus. Wenn du Glück hattest und ein het. Tier erwischst, dieses dann mit einem normalen verpaarst, kommt genau das raus, was du ganz am Anfang gefragt hast. 50% pos. het. Tiere.

Gesperrt