Buschmeister

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Azrael
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Buschmeister

Beitrag von Azrael » Sa Apr 10, 2004 19:08

Hat jemand heute die Sendung auf Vox gesehen (Tierzeit), da ging es um die buschmeister. Echt schönes Tier mit beeindruckenden Giftzähnen, soweit ich mitbekommen habe lebt sie im Atlantischen Regenwald. Sie ernährt sich von kleinen Säugetieren... Aber besonders die Eingeborenen waren klasse, die behaupten das sie einen Giftstachel besitzt, an schlafenden Kühen und Frauen Milchsaugt. Außerdem gilt sie als Menschenjäger;-) auf jeden Fall sehr krass.

naja wenn jemand noch was echtes zur Buschmeister sagen kann, bitte posten. z.B wie heißt der lateinische Name usw.

Hasta luego Azrael
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snake211
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Beitrag von snake211 » Sa Apr 10, 2004 19:13

Hallo
Hoffe das es genug info für dich ist

Buschmeister (Lachesis muta)

Der Buschmeister gehört zur Familie der Grubenottern. Das Hauptcharakteristikum dieser Familie ist die Grube, ein Organ der Wärmerezeption, das sich an jeder Seite des Kopfes zwischen den Augen und den Nasenlöchern befindet. Dieses hitzeempfindliche Organ hilft dem Reptil beim Aufspüren von Beute und macht die Orientierung im Dunkeln möglich.

Die Verbreitungsgebiete der Giftschlange sind weite Teile Süd- und Mittelamerikas. Sie ist auch auf der Insel Trinidad zu finden. Voraussetzungen für den Lebensraum der Buschmeister sind eine hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen um 20 °C. Aus diesem Grund sagen dem Reptil feuchte Regenwälder und kühle Gebirgswälder am meisten zu. Dort hält es sich meistens versteckt und lauert manchmal wochenlang an einer Stelle auf Beute.

Auf dem Speisenplan des Buschmeisters stehen hauptsächlich Kleinsäuger wie Mäuse, Ratten und Kaninchen.

Der Name Lachesis stammt von einer der drei Schicksalsgöttinnen der griechischen Mythologie - es ist diejenige, die die Länge des Lebensfadens bestimmt.

Die Giftzähne des Buschmeisters können eine Länge von 35 Zentimetern erreichen und besitzen große Giftdrüsen. Bei einer Giftabnahme im Butantan-Institut in Brasilien wurden bei einem Tier bis zu 400 Milligramm Trockentoxin gewonnen.

Der Buschmeister erreicht eine Länge von bis zu 4 Metern. Damit ist er die größte Giftschlange der neuen Welt und – nach der Königskobra - die zweitgrößte der Erde.

Das bodenlebende Reptil ist nachtaktiv und verbringt den Tag oftmals in verlassenen Säugetierbauten, oder ähnlichen Verstecken.

Der Buschmeister ist ovipar, d.h., Eier legend. Ein Gelege besteht aus ca. 10 Eiern und wird bis zu 80 Tage bebrütet. Durch seine Muskelkontraktion ist das Weibchen in der Lage, die Bruttemperatur geringfügig zu regulieren.

Die Körperschuppen des Tieres sind knopfartig abgerundet. Auf gelbgrauem bis rötlich braunem Grund zeigt der Buschmeister ein Muster aus schwarzbraunen und hellgelb gesäumten Rauten- und Dreiecksflecken. Über die Schläfe des Reptils zieht sich ein breites und dunkles Band.

Das Schwanzende der Buschmeister läuft in einen behornten Stachel aus, der bei Erregung zu vibrieren beginnt.

rolf
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Wow

Beitrag von rolf » Sa Apr 10, 2004 19:18

Wie bekommt sie denn ihr Maul geschlossen?
"Die Giftzähne des Buschmeisters können eine Länge von 35 Zentimetern erreichen" - teleskopartig ausziehbar????

http://www.bushmastersonline.com/ hier sind gute Infos über Lachesis muta zu finden ;-)

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ramankon
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Beitrag von ramankon » Sa Apr 10, 2004 19:20

Ansonsten solltest du über googlen jede Menge über diese sehr bekannte Schlange herausfinden können...
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guru02
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Beitrag von guru02 » Sa Apr 10, 2004 19:20

Ne, die macht das wie der Säbelzahntiger, sie lässt sie an den Seiten rausgucken.
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Azrael
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Beitrag von Azrael » Sa Apr 10, 2004 19:28

Danke für die Infos, bis auf die Säbelzähne war das sehr aufschlussreich.

@snake211 weißt du vielleicht wie die anderen beiden Schicksalsspinnerinnen hießen(ich suche einen namen für meine Lampropeltis und das ist ne coole idee)

Azrael
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Chaoshexi
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Schicksalsspinnerinnen

Beitrag von Chaoshexi » Sa Apr 10, 2004 20:13

In der griechischen Mythologie eine Dreiergruppe von Schicksalsgöttinnen. Sie sind drei alte Frauen, Klotho mit der Spindel, Lachesis mit der Schriftrolle und Atropos mit der Schere (oder Aztopod, „die Unabwendbare”). Sie sind Töchter des Zeus und der Themis.

Bei Hesiod sind die Moiren drei Spinnerinnen: Klotho spinnt den Lebensfaden, Lachesis teilt das Lebenslos zu, Atropos durchschneidet den Faden.

Das Motiv von den drei alten Schicksalsgöttinnen, die den Menschen ihren Anteil am Leben zuteilen, gibt es auch in anderen Mythenkreisen. Die Skandinavier kannten die Nornen, bei den Römern gab es die Gleichsetzung der Moira mit den Parzen

Weiterhin: Arachne ist auch Titel der Athene selbst als Schicksalsspinnerin.

Die Vorstellung von den Spinnerinnen, die als Schicksalsgöttinnen den Lebensfaden herstellen und abschneiden, verbindet sich hier mit der Idee, daß die menschliche Seele nach dem Tod den Körper als Fliege verläßt - hilflos zappelt die Fliege im Netz der Spinne


Gruss
Manu

[Bearbeitet am 10/4/2004 von Chaoshexi]
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Beitrag von Azrael » Sa Apr 10, 2004 20:35

Mensch seid ihr alle schlau, oder trainiert ihr für Wer wird Millionär.

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Chaoshexi
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Beitrag von Chaoshexi » Sa Apr 10, 2004 20:48

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Imperator
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Beitrag von Imperator » Sa Apr 10, 2004 20:58

Hi zusammen,

hab den Bericht auf VOX gesehen und bin echt beeindruckt von der Schlange. Zweitlängste Giftschlange der Welt und so. Was mich zur Königskobra bringt.
Hat vorige Woche jemand Jeff Gorwin (oder wie der heisst) gesehen? Da hat er gezeigt wie man eine Königskobra fängt! Du stellst dich vor sie hin und wenn sie sich dann aufstellt greiftst du mit deiner Hand über ihren Kopf und packst sie von Hinten am Nacken! Also das ist eines der Dinge die ich nie in meinem Leben machen werde!! Oder nur einmal ;-)

Also schönen Abend zusammen und Frohe Ostern

EINE FRAGE HAB ICH NOCH!!!
Versteckt ihr an Ostern die Eier für eure Eierfressenden Schlangen, oder färbt ihr sie?? (Lach)
"There´s only one way to shoot a crocodile, and that´s with a camera" (Stephen Robert Irwin 1962-2006)

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